Mietkaution Top Konditionen Dezember 2022 ab 4,50‚ā¨

Die Mietkaution spielt vor allem f√ľr den Vermieter eine entscheidende Rolle. Sie dient ihm als finanzielle Absicherung, wenn der Mieter seinen vertraglich vereinbarten Pflichten nicht nachkommt. Eine gesetzliche Vorschrift, die eine Mietkaution als Bestandteil eines Mietvertrages ausweist, existiert nicht. Dennoch ist sie elementarer Bestandteil eines Mietvertrages und es obliegt dem Vermieter, diese Klausel als Bestandteil des Vertrages einzuf√ľgen.

Die Art der Zahlung einer Mietkaution darf grunds√§tzlich vom Vermieter festgelegt werden. Eine Barzahlung ist in diesem Bereich nicht ungew√∂hnlich. Werden vom Mieter andere Formen der Darbringung einer Mietkaution gew√ľnscht, kann dies nur mit dem Einverst√§ndnis des Vermieters geschehen. Wird die Mieth√∂he in der Laufzeit des Mietverh√§ltnisses ge√§ndert, besteht kein Rechtsanspruch auf eine Anpassung der Kaution. Geregelt ist die maximale H√∂he, die der Vermieter beim Abschluss eines Vertrages verlangen darf. Als Obergrenze ist die dreifache Nettomiete festgelegt. Diese Regelung gilt nur f√ľr privat genutzte Wohnr√§ume. Bei einer Gewerbemiete muss der Betrag zwischen Mieter und Vermieter verhandelt werden. Da nicht jeder in der Lage ist, die Kaution sofort aufzubringen, existieren f√ľr diesen Fall gesetzliche Regelungen. Diese besagen, dass die Mietkaution in drei gleichen Monatsraten erbracht werden darf. Die erste Rate ist demnach zu Beginn des Mietverh√§ltnisses zu erbringen.

Erfolgt eine Barzahlung der Kaution, ist der Vermieter verpflichtet, den Betrag mit einer Verzinsung anzulegen. Der Vermieter muss dem Mieter √ľber die Anlageform Auskunft erteilen. Der Mieter ist nicht berechtigt, die Zinsen vor Ablauf des Mietverh√§ltnisses zu fordern. Die Mietkaution muss der Vermieter streng von seinem eigenen Verm√∂gen trennen. Ein separates Konto muss daf√ľr eingerichtet werden. Hat der Vermieter die Mietkaution geschm√§lert, ist er verpflichtet, den Betrag wieder aufzustocken. Wird die Kaution zweckentfremdet verwendet, macht sich der Vermieter strafbar. Die R√ľckzahlung der Mietkaution nach Beendigung des Vertragsverh√§ltnisses ist h√§ufig ein strittiger Punkt. Einer Grundsatzentscheidung des BGH zufolge darf der Vermieter einen angemessenen Teil der Kaution einbehalten. Dieser dient zur Sicherung der Anspr√ľche gegen√ľber dem Mieter. Kosten aus eventuell offenen Betriebskosten oder einer nicht erfolgten Endrenovierung k√∂nnen davon beglichen werden. Liegt der Zeitpunkt des Auszugs am Beginn einer neuen Abrechnungsperiode, k√∂nnen sich daraus entsprechend lange Wartezeiten f√ľr die R√ľckzahlung der Kaution ergeben. Eine √úberpr√ľfung, ob der einbehaltene Betrag angemessen ist, sollte vom Mieter unbedingt geschehen.

Was ist eine Mietkaution?

Die Mietkaution ist ein Betrag, den der Vermieter beim Abschluss eines Mietvertrages vom Mieter fordert. Sie dient ihm als finanzielle Absicherung f√ľr eventuell anfallende Forderungen an den Mieter. Kommt dieser seinen vertraglich festgelegten Pflichten nicht nach, hat der Vermieter die M√∂glichkeit, offene Forderungen durch das Einbehalten der Mietkaution zu begleichen. Die Forderung nach einer Mietkaution ist nicht gesetzlich verankert. Urs√§chlich entstand die Mietkaution durch vertragliche Vereinbarungen. Die H√∂he der Mietkaution kann zwischen Mieter und Vermieter verhandelt werden. Ist die Mietkaution nicht Bestandteil des Mietvertrages, muss der Mieter keine Kaution errichten. Der Vermieter ist nicht berechtigt, nachtr√§glich eine Mietkaution zu verlangen.

Welche verschiedenen Formen der Mietkaution gibt es?

Es gibt mehrere M√∂glichkeiten, die Mietkaution zu hinterlegen. Die h√§ufigste Form der Zahlung ist die Barkaution. Dabei wird die Mietkaution vom Mieter in bar an den Vermieter ausgezahlt. Diese Form der Zahlung bringt f√ľr den Vermieter einige Pflichten mit sich. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die gesamte Kaution zinsbringend angelegt werden muss. Als Richtlinie gelten die Zinsen, die mir einem normal verzinsten Sparbuch erwirtschaftet werden. Er ist weiterhin verpflichtet, die Mietkaution strikt von seinem Privatverm√∂gen zu trennen. Der Mieter kann vom Vermieter Auskunft √ľber den Verbleib der Mietkaution verlangen und ist berechtigt, Informationen √ľber die H√∂he der Verzinsung einzuholen.

Eine weitere M√∂glichkeit, die Mietkaution zu hinterlegen bildet die Kautionsb√ľrgschaft. Bei dieser Form der Finanzierung tritt ein B√ľrge f√ľr den Mieter ein, der sich verpflichtet, etwaige Forderungen, die sich aus dem Mietverh√§ltnis ergeben, zu begleichen. In der Regel tritt eine Bank oder ein anderer Finanzdienstleister als B√ľrge auf. Der Vermieter erh√§lt eine B√ľrgschaftsurkunde, in der die Formalit√§ten geregelt sind. Der Mieter hat lediglich einen j√§hrlichen Betrag f√ľr die B√ľrgschaft zu entrichten. Der Kautionsschutzbrief ist ein √§hnliches Instrument wie die Kautionsb√ľrgschaft. In der Regel wird der Schutzbrief von einer Versicherungsgesellschaft ausgegeben. An diese ist vom Mieter ein j√§hrlicher Obolus zu entrichten.

Wie hoch darf die Mietkaution sein?

Die H√∂he der Mietkaution richtet sich nach der Monatsmiete. Da es keine gesetzliche Verpflichtung f√ľr den Vermieter gibt, eine Mietkaution vertraglich zu vereinbaren, kann die H√∂he der Kaution zwischen den Parteien ausgehandelt werden. Als Grundlage zur Berechnung dient die monatliche Nettomiete. Nebenkosten d√ľrfen in der Berechnung keine Ber√ľcksichtigung finden. Gesetzlich geregelt ist die Maximalh√∂he der Mietkaution. Sie darf drei Nettomieten nicht √ľbersteigen. Steigt die Miete im Verlauf des Mietverh√§ltnisses an, ist der Vermieter nicht berechtigt, eine Nachbesserung der Mietkaution zu verlangen. Er darf die Kaution auch nicht vor Beginn des Mietverh√§ltnisses verlangen.

Der Mieter hat das Recht, die Miete in drei gleichen Raten zu zahlen. Die erste Rate wird mit der ersten Monatsmiete f√§llig. Alle weiteren Raten m√ľssen in den Folgemonaten beglichen werden. Nimmt der Mieter gr√∂√üere Ver√§nderungen in der Wohnung vor, wie etwa den Umbau in einen behindertengerechten Wohnraum, kann der Vermieter auf einer zus√§tzlichen Sicherheitsleistung bestehen. Der Mieter ist prinzipiell verpflichtet, alle Umbauten nach seinem Auszug wieder r√ľckg√§ngig zu machen. H√§ufig ist dieser Sachverhalt im Vertragswerk detailliert geregelt. Kommt er diesen Verpflichtungen nicht nach, kann der Vermieter den h√∂heren Betrag der Mietkaution zum R√ľckbau benutzen.

Wann muss die Mietkaution vom Vermieter zur√ľckgezahlt werden?

Wenn alle vertraglichen Voraussetzungen f√ľr eine R√ľckzahlung der Mietkaution erf√ľllt sind, hat der Mieter das Recht auf eine R√ľckzahlung der Barkaution. Die Mietkaution muss einschlie√ülich der erwirtschafteten Zinsen zur√ľckgezahlt werden. Hat der Vermieter das Geld zu einem g√ľnstigeren Zinssatz als den √ľblichen Konditionen, die f√ľr ein Sparbuch gezahlt werden angelegt, steht dem Mieter auch der √ľbersch√ľssige Betrag zu. Besteht im Mietvertrag eine entsprechende Klausel, die den Vermieter zum Einbehalten des √ľbersch√ľssigen Betrages berechtigt, ist diese ung√ľltig. Der Vermieter ist berechtigt, zu pr√ľfen, ob er nach Beendigung des Mietverh√§ltnisses eventuelle Anspr√ľche gegen den Mieter geltend macht. Nach einem Gerichtsurteil des BGH ist daf√ľr ein Zeitraum von sechs Monaten angemessen.

Bestehen vonseiten des Vermieters noch eventuelle Forderungen, die sich aus der Nebenkostenabrechnung ergeben, kann er einen Teil der Kaution einbehalten. Richter sprechen in ihren Urteilen von einem angemessenen Betrag. Da die Forderungen aus der Abrechnung in der Regel weit unter der H√∂he einer kompletten Mietkaution liegen, ist der Vermieter nicht berechtigt, den gesamten Betrag bis zur Abrechnung einzubehalten. F√§llt der Zeitpunkt des Auszugs des Mieters in einen Zeitraum kurz nach der letzten Nebenkostenabrechnung, kann sich die Auszahlung eines Teils der Mietkaution entsprechend verz√∂gern. Hat der Vermieter die Kaution in voller H√∂he zur√ľckgezahlt, darf er sp√§ter keine Anspr√ľche mehr gegen den Mieter geltend machen.

Wann darf der Vermieter die Mietkaution oder Teile davon einbehalten?

Der Vermieter pr√ľft nach einer Beendigung des Mietverh√§ltnisses den Zustand der Wohnung auf ihren Zustand. Ergibt diese Pr√ľfung Sch√§den oder M√§ngel ist er berechtigt, Teile der Mietkaution einzubehalten. Die H√∂he des einbehaltenen Betrages richtet sich nach den realistischen Reparaturkosten, die bei einer Beseitigung der M√§ngel zu erwarten sind. Muss der Vermieter w√§hrend der Dauer des Mietverh√§ltnisses Sch√§den beheben, die nachweislich durch den Mieter verursacht worden sind, ist der Mieter verpflichtet, die Mietkaution um diesen Betrag aufzustocken.

Der Vermieter kann die Mietkaution oder Teile davon einbehalten, wenn berechtigte Forderungen an den Mieter bestehen, die sich aus Mietr√ľckst√§nden ergeben. In diesem Fall hat der Vermieter jedoch zun√§chst den Rechtsweg zu beschreiten. Bei einem Zahlungsr√ľckstand muss der Vermieter zun√§chst auf Zahlung klagen und einen rechtswirksamen Titel bei Gericht erwirken. Eine weitere M√∂glichkeit, den Rechtsweg einzuhalten, besteht in der Erwirkung eines Mahn- oder Vollstreckungsbescheides. Gr√ľnde f√ľr den Einbehalt der Mietkaution durch den Vermieter k√∂nnen sich auch ergeben, wenn der Mieter unberechtigt die Miete gek√ľrzt hat oder offene Forderungen aus der Abrechnung der Nebenkosten f√ľr die Wohnung bestehen.

Was kann der Mieter bei einem unberechtigten Einbehalt der Mietkaution tun?

Berechtigte Gr√ľnde f√ľr den Einbehalt der Mietkaution durch den Vermieter liegen vor, wenn die Wohnung nicht in einem vertragsgem√§√üen Zustand √ľbergeben wurde oder wenn offene Forderungen durch nicht geleistete Mietzahlungen bestehen. Der Mieter muss dem Vermieter eine angemessene Frist einr√§umen, um Anspr√ľche seinerseits zu pr√ľfen. Kommt der Vermieter nach einer Frist von sechs Monaten nicht seiner Pflicht zur R√ľckzahlung nach, sollte zun√§chst eine schriftliche Mahnung erfolgen. In diesem Schreiben sollte ein konkreter Termin f√ľr die R√ľckzahlung genannt werden. L√§sst der Vermieter die Frist verstreichen, ist der Mieter berechtigt, Schadensersatz zu verlangen. Beispielsweise k√∂nnen Zinsen f√ľr den Zeitraum berechnet werden.

Erfolgt auch 30 Tage nach der Anmahnung keine Reaktion des Vermieters, sollte ein Mahnbescheid verschickt werden. Vordrucke daf√ľr gibt es im zust√§ndigen Gericht und sie k√∂nnen online heruntergeladen werden. Der Mieter tr√§gt seine offenen Forderungen inklusive der Verzugszinsen ein und reicht den Mahnbescheid beim Amtsgericht ein. Der Vermieter erh√§lt nun ein amtlich beglaubigtes Schreiben von den zust√§ndigen Stellen. Nach zwei Wochen Wartezeit kann der Mieter einen Antrag auf Vollstreckung stellen. Verstreichen weitere zwei Wochen ohne Zahlungseingang, wird ein Gerichtsvollzieher mit der Vollstreckung beauftragt. Die Verj√§hrungsfrist f√ľr Forderungen aus einer unberechtigt einbehaltenen Mietkaution betr√§gt nach dem Schuldrechtsmodernisierungsgesetz drei Jahre.
weitere Themen:

kaution24.de ist ein Projekt von Immobilienkredit24.de!
Bild: Von WAYHOME studio Stockfoto-Nummer: 1444215827