Mietkaution
Mietkaution
Die Mietkaution ist in der heutigen Zeit die am häufigsten verwendete Form der Kaution. Von ihr spricht man immer dann, wenn ein Mieter seinem Vermieter vor dem Einzug eine gewisse Summe als Kaution hinterlegen muss, durch die dem Vermieter die Sicherheit entsteht, dass er einen Ersatz für sein Eigentum erhalten kann, wenn etwas beschädigt wird. Was viele aber nicht wissen ist der Umstand, dass der Vermieter die Mietkaution am Ende des Vertrages nicht einbehalten darf um normale Renovierungsarbeiten durchführen zu lassen. Hierzu gibt es gesonderte Regelungen nach denen man als Mieter verpflichtet ist in regelmäßigen Abständen neue Farbe oder Tapeten an die Wände zu bringen und noch einiges derlei mehr. Der einzige Zweck, für den ein Vermieter berechtigt ist die Kaution ganz oder teilweise zu behalten ist, wenn Dinge in der Wohnung massiv beschädigt wurden, also beispielsweise die Türen kaputt sind, die Fliesen beschädigt wurden oder auch Fenster oder Inventar defekt sind. Je nach Wert der kaputten Sachen darf er sich dann einen Teil der Kaution nehmen. Ein weiterer wichtiger Fakt bei der Mietkaution, dessen sich viele nicht bewusst sind, ist der Umstand, dass der Vermieter seine Kaution anlegen muss, in der Regel auf einem Sparkonto, so dass es wenigstens 0,75 % Zinsen im Jahr erzielen kann. Die daraus resultierenden Zinsen stehen aber nicht dem Vermieter sondern seinem Mieter zu, wenn dieser die Wohnung in einem einwandfreien Zustand hinterlässt. Weil viele Mieter dies gar nicht wissen und viele Vermieter es nicht f nötig halten darauf hinzuweisen ist es oftmals so, dass die Mieter nur die ursprüngliche Summe fordern und erhalten, ihre Zinsen gehen ihnen so verloren, weil sie nichts von ihrem Recht wussten. Die Höhe der Mietkaution kann im Übrigen variieren, liegt aber in der Regel im Bereich zwischen 2 und 3 Monatsmieten, in seltenen Fällen auch mehr, wenn zum Beispiel gerade viele teure Renovierungen vorgenommen wurden. Einige Vermieter verzichten auch ganz auf eine Mietkaution, was allerdings für beide Seiten ein Nachteil sein kann, weil der Mieter dann später aus eigener Tasche haften muss und der Vermieter keine Sicherheit hat, dass er sein Geld jemals bekommt, wenn Schäden an der Wohnung angerichtet wurden. Deshalb ist es inzwischen eigentlich sogar schon so, dass viele Mieter auf einer Kaution bestehen, auch wenn der Vermieter diese nicht fordert, was durchaus Sinn macht, da man so viele Risiken verhindern und sich selbst auf die sichere Seite stellen kann, denn vor Schäden geschützt ist man nie ganz sicher.